Malerbetrieb finden

Maler und Lackierer: Was der Beruf alles umfasst

11.10.2026 6 Min. Lesezeit

Deutlich mehr als Wände streichen

Deutlich mehr als Wände streichen

„Maler" klingt nach Pinsel und weißer Wand. Tatsächlich ist das Maler- und Lackiererhandwerk eines der breitesten Ausbaugewerke – und ein großer Teil der Arbeit findet statt, bevor überhaupt Farbe ins Spiel kommt.

Was üblicherweise dazugehört:

  • Anstricharbeiten innen und außen – Innenanstrich und Fassadenanstrich
  • Tapezier- und Wandbelagsarbeiten – Tapezierarbeiten
  • Lackierarbeiten an Türen, Fenstern, Heizkörpern und Geländern – Lackierarbeiten
  • Spachtel- und Putzarbeiten, von der Fugenspachtelung bis zum Dekorputz
  • Trockenbau – Wände, Decken, Vorsatzschalen
  • Wärmedämmung an der Fassade
  • Beschichtungen auf Böden und Bauteilen
  • Untergrundsanierung, Rissbehandlung, Schimmelbeseitigung an der Oberfläche

Der gemeinsame Nenner ist nicht die Farbe, sondern die Oberfläche: alles, was ein Bauteil schützt, gestaltet oder instand setzt.

Ausbildung und Fachrichtungen

Maler und Lackierer ist ein anerkannter Ausbildungsberuf mit einer dreijährigen dualen Ausbildung. Ab dem dritten Lehrjahr wird in Fachrichtungen vertieft, unter anderem:

  • Gestaltung und Instandhaltung – die mit Abstand häufigste Richtung; sie deckt den klassischen Wohn- und Gewerbebereich ab.
  • Kirchenmalerei und Denkmalpflege – historische Techniken, Restaurierung, denkmalgeschützte Substanz.
  • Bauten- und Korrosionsschutz – Stahl- und Betonschutz, Industrieanlagen, Brücken.

Darauf aufbauend ist die Meisterprüfung möglich. Das Maler- und Lackiererhandwerk steht in Anlage A der Handwerksordnung und zählt damit zu den zulassungspflichtigen Handwerken – ein selbstständiger Betrieb braucht in der Regel einen Meister oder eine gleichwertig qualifizierte Betriebsleitung und die Eintragung in die Handwerksrolle.

Für Sie als Auftraggeber ist das eine einfache Prüffrage: Danach darf man fragen, und ein geeigneter Betrieb beantwortet sie ohne Umschweife.

Was ausdrücklich nicht dazugehört

Genauso wichtig wie der Leistungsumfang ist seine Grenze. Diese Arbeiten gehören nicht zum Maler- und Lackiererhandwerk:

  • Elektroinstallation. Dosen setzen, Leitungen ziehen, Anschlüsse herstellen – das ist Elektrohandwerk. Im Trockenbau legen wir Leerrohre und Dosen ein, angeschlossen wird von der Elektrofachkraft.
  • Sanitär und Heizung. Wir bauen die Vorwand, der Installateur setzt die Technik.
  • Statik. Eine tragende Wand entfällt nicht ohne Statiker und Unterzug.
  • Asbestarbeiten. Arbeiten an asbesthaltigen Materialien verlangen einen eigenen Sachkundenachweis nach TRGS 519. Wer alte Faserzementplatten oder verdächtige Beschichtungen vermutet, braucht dafür einen entsprechend qualifizierten Betrieb.
  • Technische Trocknung nach Wasserschaden. Messen, Trocknungsgeräte stellen, Protokolle führen – das ist Sache einer Fachfirma. Die anschließende Instandsetzung der Oberflächen ist dann wieder unsere.

Ein Betrieb, der all das in einem Angebot verspricht, sollte misstrauisch machen.

Woran Sie einen geeigneten Betrieb erkennen

Sechs Kriterien, die sich vor der Auftragsvergabe prüfen lassen:

  • Besichtigung vor dem Angebot. Ein belastbarer Preis entsteht nicht am Telefon. Wer ohne Blick auf den Untergrund einen Festpreis nennt, kalkuliert entweder großzügig – oder bessert später nach.
  • Schriftliches Angebot mit Aufmaß. Flächen, Leistungen und Nebenarbeiten einzeln aufgeführt, nicht als eine Pauschalzeile.
  • Material benannt. Hersteller und Produkt gehören ins Angebot. „Wandfarbe" kann zwischen drei und dreißig Euro pro Liter bedeuten.
  • Nebenleistungen geklärt. Abdecken, Abkleben, Möbelrücken, Entsorgung, Endreinigung – entweder enthalten oder ausgewiesen.
  • Termin und Dauer schriftlich. Nicht „nächste Woche irgendwann".
  • Betriebshaftpflicht. Danach darf man fragen.

Zur Gewährleistung: Bei Bauleistungen gelten nach BGB fünf Jahre, bei Vereinbarung der VOB/B vier Jahre. Was gilt, sollte im Angebot stehen.

Wie eine Anfrage bei uns abläuft

Damit Sie wissen, was Sie erwartet:

  • Erstkontakt telefonisch, per WhatsApp mit Foto oder über das Kontaktformular. Hilfreich sind Raumgröße, Zustand und Ihr Zeitrahmen.
  • Besichtigung vor Ort – kostenlos und unverbindlich. Dabei sehen wir uns den Untergrund an, denn der bestimmt den Aufwand.
  • Festpreisangebot schriftlich, mit Aufmaß und benannten Materialien.
  • Termin verbindlich, mit Angabe der Dauer.
  • Ausführung mit Abdecken, Abkleben und Staubschutz; am Ende Abnahme gemeinsam mit Ihnen.

Was wir dabei nicht tun: Preise am Telefon schätzen, die wir vor Ort wieder einkassieren müssten. Eine Besichtigung kostet eine halbe Stunde und erspart beiden Seiten die unangenehme Diskussion auf der Baustelle.

Den vollständigen Leistungsumfang finden Sie unter Leistungen, abgeschlossene Arbeiten unter Referenzen.

Was Malerarbeiten kosten

Grobe Orientierungswerte für Berlin und Brandenburg:

  • Wände und Decken streichen: etwa 8 bis 15 € pro m², je nach Untergrund und Anzahl der Anstriche.
  • Tapezieren: etwa 10 bis 20 € pro m².
  • Stundensatz für Einzelarbeiten: marktüblich 45 bis 70 €.

Den Preis bestimmt selten die Fläche allein. Entscheidend sind der Zustand des Untergrunds, die Anzahl der Ecken, Laibungen und Heizkörper sowie die Frage, ob gewohnt wird – eine möblierte Wohnung verlangt deutlich mehr Abdeck- und Rückbauaufwand als eine leere.

Eine ausführliche Rechnung finden Sie unter Was kostet es, eine Wohnung streichen zu lassen?

Hinweis zu den Preisangaben

Alle genannten Zahlen sind Orientierungswerte und Marktdurchschnitte – sie stellen kein Angebot dar und sind für uns nicht bindend. Stand: Oktober 2026.

Was Ihr Vorhaben tatsächlich kostet, hängt von Fläche, Raumhöhe, Untergrund und gewünschter Oberflächengüte ab. Den genauen Preis nennen wir Ihnen nach einer kostenlosen Besichtigung als Festpreis – 030 544 654 74, WhatsApp oder E-Mail.

Wir arbeiten in ganz Berlin und im Brandenburger Umland – von Mitte, Prenzlauer Berg und Friedrichshain über Steglitz, Neukölln und Spandau bis Potsdam, Falkensee, Bernau und Oranienburg. Einen Ausschnitt abgeschlossener Arbeiten finden Sie unter Referenzen.

Vor der Auftragsvergabe prüfen

Besichtigung

Ein belastbarer Preis entsteht nicht am Telefon.

Aufmaß im Angebot

Flächen und Leistungen einzeln, nicht pauschal.

Material benannt

Hersteller und Produkt gehören ins Angebot.

Nebenleistungen

Abdecken, Entsorgung, Reinigung – enthalten?

Worauf Sie im Angebot achten sollten

  • Pauschalzeile ohne Aufmaß. „Malerarbeiten Wohnung – 2.800 €" ist kein Angebot, sondern eine Zahl.
  • Material nicht benannt. Zwischen Baumarktfarbe und Profiqualität liegen Faktoren, nicht Prozente.
  • Nebenleistungen offen. Abdecken, Möbelrücken und Entsorgung tauchen sonst in der Schlussrechnung auf.
  • Preis ohne Besichtigung. Der Untergrund bestimmt den Aufwand – ungesehen ist jede Zahl geraten.
  • Alle Gewerke aus einer Hand versprochen. Elektro, Sanitär, Statik und Asbest gehören nicht zum Malerhandwerk.

Häufige Fragen zum Beruf

Alles rund um Oberflächen: Anstricharbeiten innen und außen, Tapezieren, Lackieren von Türen, Fenstern und Heizkörpern, Spachtel- und Putzarbeiten, Trockenbau, Wärmedämmung an der Fassade sowie Beschichtungen und Untergrundsanierung. Ein großer Teil der Arbeit findet statt, bevor Farbe ins Spiel kommt.
Drei Jahre im dualen System. Ab dem dritten Lehrjahr wird in Fachrichtungen vertieft, etwa Gestaltung und Instandhaltung, Kirchenmalerei und Denkmalpflege oder Bauten- und Korrosionsschutz. Darauf aufbauend ist die Meisterprüfung möglich.
Ja. Das Maler- und Lackiererhandwerk steht in Anlage A der Handwerksordnung. Ein selbstständiger Betrieb braucht deshalb in der Regel einen Meister oder eine gleichwertig qualifizierte Betriebsleitung sowie die Eintragung in die Handwerksrolle. Danach dürfen Sie vor der Auftragsvergabe fragen.
Nein. Im Trockenbau werden Leerrohre und Dosen eingelegt und Vorwände gebaut, angeschlossen wird aber von der Elektrofachkraft beziehungsweise vom Installateur. Auch Statik, Asbestarbeiten nach TRGS 519 und die technische Trocknung nach Wasserschaden gehören nicht dazu.
An sechs Dingen: Besichtigung vor dem Angebot, schriftliches Angebot mit Aufmaß, benanntem Material mit Hersteller und Produkt, geklärten Nebenleistungen wie Abdecken und Entsorgung, verbindlichem Termin mit Dauer und einer Betriebshaftpflicht.
Wände und Decken streichen liegt marktüblich bei etwa 8 bis 15 Euro pro Quadratmeter, Tapezieren bei 10 bis 20 Euro, der Stundensatz für Einzelarbeiten bei 45 bis 70 Euro. Entscheidend ist aber selten die Fläche, sondern der Zustand des Untergrunds und ob die Räume möbliert sind.

Projekt in Berlin oder Brandenburg?

Besichtigung und Festpreisangebot kostenlos.

Sagen Sie uns, worum es geht – Wohnung, Treppenhaus, Büro oder Fassade. Wir sehen uns den Untergrund an, nennen einen verbindlichen Preis mit Aufmaß und benanntem Material und halten den vereinbarten Termin.

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